Lohn

Lohn einrichten

Bevor das Sportcenter Seebach AG die erste Lohnabrechnung erstellt, müssen einige Grundeinstellungen stehen: die Lohneinstellungen des Unternehmens, die Lohnstrukturen und Lohnarten, die BVG-Verträge der Pensionskasse, die KTG-Lösungen, die UVG- und UVGZ-Parameter sowie die Quellensteuer. Diese Einrichtung nimmt die Administration einmalig vor und passt sie danach nur noch bei Änderungen der Sozialversicherungen an.

Die Einrichtung betrifft alle Arbeitsverträge, die danach erfasst werden: Ohne Lohneinstellungen und Lohnstruktur lässt sich kein Vertrag anlegen, ohne BVG-Vertrag keine Pensionskasse zuweisen und ohne Quellensteuer-Einrichtung kein Abzug für quellenbesteuerte Mitarbeitende berechnen.

Begriffe

Begriff Bedeutung Beispiel Sportcenter Seebach
Lohneinstellungen Unternehmensweite Sätze, Konten und Zusatzmodule der Lohnbuchhaltung. Konten für Bruttolohn und Nettolohn des Sportcenters.
Lohnstruktur Gruppe von Lohnarten, die auf eine Kategorie von Verträgen angewendet wird. Lohnstruktur für Schweizer Monatslöhne.
BVG-Vertrag Die Lösung der Pensionskasse mit ihren Beitragssätzen und Lohngrenzen. BVG-Vertrag der Pensionskasse des Sportcenters.
KTG-Lösung Die Krankentaggeldversicherung mit ihren Beitragssätzen je Geschlecht und Höchstalter. KTG-Lösung für das Personal des Sportcenters.
UVGZ Die Zusatzversicherung zum obligatorischen UVG für Lohnanteile unter und über dem UVG-Höchstlohn. UVGZ-Parameter für Grund- und Überschusslohn.
Quellensteuer Der Steuerabzug direkt vom Lohn, gestaffelt nach Kanton und Tarifcode. Quellensteuercode einer im Kanton Zürich wohnhaften Mitarbeiterin.

Zusammenhang

Die Lohneinstellungen legen die unternehmensweiten Konten und Sätze für AHV/IV/EO, ALV, UVG und BVG fest und schalten Zusatzmodule wie KTG, UVGZ, Quellensteuer oder Familienzulagen frei. Die Lohnstrukturen bündeln die Lohnarten, die später in jeder Lohnabrechnung erscheinen. BVG-Verträge, KTG-Lösungen und die Quellensteuer-Tabelle werden getrennt gepflegt und danach im Arbeitsvertrag der einzelnen Mitarbeitenden ausgewählt.

Typischer Ablauf

  1. Lohneinstellungen prüfen – Konten, Sätze und Zusatzmodule der Lohnbuchhaltung kontrollieren (Lohneinstellungen).
  2. Lohnstrukturen und Lohnarten prüfen – die vorhandene Struktur für Schweizer Löhne kontrollieren (Lohnstrukturen und Lohnarten).
  3. BVG-Verträge anlegen – die Lösungen der Pensionskasse hinterlegen (BVG-Verträge).
  4. KTG einrichten – die Krankentaggeldversicherung mit ihren Sätzen hinterlegen (KTG).
  5. UVG und UVGZ prüfen – die obligatorische Unfallversicherung und ihre Zusatzversicherung kontrollieren (UVG und UVGZ).
  6. Quellensteuer einrichten – die Tarifcodes für quellenbesteuerte Mitarbeitende hinterlegen (Quellensteuer).

In diesem Kapitel

  • Lohneinstellungen – unternehmensweite Konten, Sätze und Zusatzmodule
  • Lohnstrukturen und Lohnarten – welche Lohnarten in einer Lohnabrechnung erscheinen
  • BVG-Verträge – Lösungen der Pensionskasse mit Beitragssätzen und Lohngrenzen
  • KTG – Krankentaggeldversicherung mit Sätzen je Geschlecht und Höchstalter
  • UVG und UVGZ – obligatorische Unfallversicherung und ihre Zusatzversicherung
  • Quellensteuer – Tarifcodes für quellenbesteuerte Mitarbeitende

Häufige Fragen

  • Muss ich alle Zusatzmodule aktivieren? Nein, KTG, UVGZ, Quellensteuer und Familienzulagen sind einzeln zuschaltbare Module, siehe Lohneinstellungen.
  • Wo lege ich fest, welche Pensionskasse ein Vertrag verwendet? Im BVG-Vertrag, der anschliessend im Arbeitsvertrag der Mitarbeitenden ausgewählt wird, siehe BVG-Verträge.

Tipp: Richten Sie die Lohneinstellungen und die Verträge vollständig ein, bevor Sie die ersten Arbeitsverträge erfassen; nachträgliche Änderungen wirken sich sonst erst auf künftige Lohnabrechnungen aus.